Der Schattenbahnhof im Keller

 

Es ist sicherlich klar, daß es beschwerlich ist, wenn man zum Einsatz immer wieder die Loks und die Wagen nach draußen tragen muß. Abgesehen vom Zeitaufwand - 1 Stunde ist da schnell um - bedeutet es auch, daß diese Vorgehensweise nicht gut für das rollende Material ist. Wir mußten in den Anfangszeiten unserer Bahn 6 Züge in Handarbeit nach draußen bringen. Wer das mehrmals gemacht hat, der verliert nach kürzester Zeit die Lust an der LGB.Wir haben uns schnellstens nach einer anderen Möglichkeit "umgesehen". Der Keller war schnell ausgesucht. Allerdings war das alles nicht so einfach wie gedacht. Der Niveauunterschied von außen zu innen war mit mehr als 60 cm doch beträchtlich. Also haben wir in zwei Kellerräumen Platten eingebaut und die Plattenhöhe dem äußeren Niveau angepaßt. Die beiden Kellerräume wurden mittels Wanddurchbrüchen miteinander verbunden. Anschließend wurde die Holzverkleidung wieder angebracht und ein Durchbruch nach außen vorgenommen. Diese Maßnahme hat dazu geführt, daß insgesamt 9,00 m*2,00m Fläche zur Verfügung standen. 
Der Bahnhof ist als große Kehrschleife angelegt. In der Kehrschleife befinden sich im ersten Keller 3 Abstellgleise für kleinere Züge (Lok und 3 bis 5 Wagen) und im zweiten Keller 6 Abstellgleise für kleine und große Züge. Das Hauptgleis wurde in vier abschaltbare Gleisabschnitte unterteilt.

Somit ist es möglich 13 komplette Züge abzustellen. Der Kellerbahnhof kann auch im Spielbetrieb als Rangierbahnhof genutzt werden. Der Betriebsablauf ist automatisiert. Ein einfahrender Zug schickt automatisch einen wartenden Zug aus dem Kellerbahnhof. Ein anderer Zug wird dadurch im Abfahrgleis des Bahnhofes bereitgestellt. Dieser Bahnhof bietet auch die Möglichkeit Züge aus dem laufenden Umlauf herauszunehmen und durch andere zu ersetzten. Es sind also immer 3 Züge im Umlauf. Mit den sich außen befindenden Blockstellen können auf den Stromkreisen insgesamt 6 Züge automatisch verkehren. Doch zurück zum Keller:
Verbaut wurden:
10 Weichen. Alle sind elektrisch schaltbar. Insgesamt gibt es 18 abschaltbare Gleisabschnitte.
Die Kehrschleife wird automatisch über Schaltrelais betrieben. Damit die Züge nicht aufeinander fahren können - im Automatikbetrieb - wurde die Hauptstrecke mit Sicherheitsschaltungen (Beschreibung folgt in einer der nächsten Ausgaben)  ausgestattet.
Gebaut wurde das alles in den Jahren 1987/88/89. Die jetzt zur Verfügung stehende Fläche ist zu klein geworden. Einige Loks und Wagen stehen jetzt in Regalen. Über eine Erweiterung wird schon nachgedacht. Problem: Platz, Platz, Platz.

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