Die Harzer Schmalspurbahnen

Ende der neunziger Jahr erhielt der T 3 einen neuen Motor aus der Serie der Neubautriebwagen der HSB. Jetzt hat der Triebwagen zwar nicht mehr das typische xFischkuttergeräusch" des alten, langsam laufenden U-Boot-Motors, dafür aber eine betriebstaugliche Antriebsanlage. So stand im Juni 2001 einer Sonderfahrt von Wernigerode nach Nordhausen und zurück nichts mehr im Wege. Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich unsere Zuggarnitur bestehend aus T 3 und drei historischen Reisezugwagen in Bewegung. Jeder Fahrtteilnehmer hatte den detailliert ausgearbeiteten Fahrplan mit den sorgfältig ausgewählten Fotohalten bekommen.

Im Bahnhof Steinerne Renne gab es einen längeren Frühstücksaufenthalt, bei dem uns zwei bergwärts fahrende Dampfzüge überholten. Ein besonderer akustischer Genuss war die eindrucksvolle Vorbeifahrt eines langen Sonderzuges mit den hart arbeitenden Malletloks 99 5901 und 99 5902. Weiter ging die Fahrt auf und über die Harzhöhen, mehrmals von Zugkreuzungen und hervorragend ausgesuchten Fotohalten unterbrochen. Im kleinen, privaten Eisenbahnmuseum in Benneckenstein wurden bereits bei der Hinfahrt die Bratwürste für die Rückfahrt bestellt. Nach der Ankunft in Nordhausen blieb ausreichend Zeit, die steile Straßenbahnstrecke zum Krankenhaus zu erkunden, bevor es wieder zurück nach Wernigerode ging.

Der kurze, aber kräftige Regenschauer vor Benneckenstein tat weder der guten Stimmung noch dem Appetit auf frisch gegrillte Bratwürste irgendwelchen Abbruch. Ab hier ging es mit singenden Motorgetrieben im D-Zugtempo und ohne Halt in Rekordzeit bis Hasserode, dem letzten Fotohalt dieser Reise. Auf dieser Etappe konnte der T 3 noch mal so richtig zeigen, was in ihm steckt!

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren der Sonderfahrt, an die Harzer Schmalspurbahnen für den optimalen Fahrplan und die hervorragende Auswahl der Fotohalte, an die Bewirtungsmannschaft der

Interessengemeinschaft Harzer Schmalspurbahnen e.V., die den ganzen Tag unermüdlich im Einsatz war und als Letztes aber nicht Geringstes an den Wettergott, der uns zumindest bei der Hinfahrt wohlgesonnen war.

Dr. Peter Eschenauer

Kontaktadresse: Eisenbahnfreunde Hannover e.V., Postfach 1740, 30017 Hannover. Internet: www.eisenbahnfreunde-hannover.de

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