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Rahmenerneuerung bei Lok 99 7232-4

Gebaut wurden die Neubauloks in den 50er-Jahren vom VEB Lokomotivbau „Karl Marx" in Babelsberg, vormals „Orenstein & Koppel". Seit 1992 fahren sie meistens auf den höchsten Berg Norddeutschlands und werden daher auch als „Brockenlok" bezeichnet.

Nach anfänglichen technischen Problemen am Fahrwerk bewährten sich die 700 PS starken Lokomotiven im Harz sehr gut. Jedoch traten an den nicht für die Ewigkeit gebauten Fahrzeugrahmen Schäden auf, die teils durch die starke Belastung im Gütertransport mit Rollwagen bis 1990 und teils auch durch das Alter begründet sind.

Bei der 99 7232-4 (ex 99 232) wurde jetzt im Zuge einer Hauptuntersuchung in Meiningen (Betrieb der Deutschen Bahn AG) eine komplette Rahmenerneuerung vorgenommen. Die Dampflok 99 7232-4 hat ihr Äußeres nicht verändert und nur der absolute Dampflokexperte wird anhand Details alt und neu voneinander unterscheiden können. Neu gebaut wurden auch die Dampfzylinder in Schweißkonstruktion, die mit dem IZahmen eine konstruktive Einheit bilden. Sie ersetzen die alten Zylinder aus Stahlguss.

Der alte Rahmen mit Dampfzylindern wurde-für eine spätere museale Nutzung-nicht verschrottet. Die Baugruppe hat-alt wie neu - eine Länge von 11,25 m und eine Masse von etwa 12 Tonnen.

Die HSB setzt auch in der Zukunft auf die Neubaudampfloks. Zur Aufrechterhaltung des Fahrplanangebotes auf dem 132 km langen Streckennetz im gesamten Harz werden mindestens neun betriebsfähige Neubaudampfloks benötigt. Die 99 7232-4 ist seit dem 24.08.2004 wieder im fahrplanmäßigen Einsatz.

Auszug aus Zeitschrift Gartenbahn 05/2004

Die Harzer Schmalspurbahnen