Fundament für LGB-Freilandtrassen

Angeregt durch in der LGB-DEPESCHE und im EPL-Technik-Ratgeber veröffentlichte Trassenvorschläge möchten wir unsere Freilandgleisbettung vorstellen, die den extremen Winter unbeschadet überdauert hat.

Grundlage ist ein Betonfundament, das in ein ausnivelliertes und als späterer Trassenverlauf festgelegtes Sandbett auf Folie aufgetragen wird. Der Beton wird dabei schon als Bahndammform vormodelliert. Durch dieses Fundament erreicht man eine qualitativ sehr gute Trassenführung. Allerdings sollte alle 3 - 4 m eine Dehnungsfuge eingeplant werden, die ausgespritzt wird.

Auf das Betonfundament haben wir dann einen Ceresit-Putz aufgetragen, mit dem noch Unebenheiten ausgeglichen werden können und die dem Bahndamm die fertige Form geben. In das noch feuchte Material wurden die Schienen leicht eingedrückt. Nach dem Aushärten werden die Schienen befestigt ohne zu dübeln oder zu nageln. Sie lassen sich dadurch, falls nötig, ohne Beschädigunq wieder aufnehmen.

Besonders bewährt hat sich unsere Methode im Weichen- und Bahnhofsbereich, wo sonst lose Steinchen den reibungslosen Fahrverlauf immer wieder störten. Im gesamten Streckenverlauf konnten wir mit zusätzlich verwendetem losen Schotterbett landschaftlich gute Eindrücke erzielen.

Die Verbindungskabel für Weichen und Einspeisepunkte haben wir mit Erdkabel NYY 3x1,5 m / 41,5 o witterungsfest verlegt, was nur geringe Spannungsverluste zur Folge hatte. Die Verlegung geschah teilweise auch in Kabelkanälen und Rohren.

Jürgen Urbas

LGB Depesche 55 Frühjahr, 1987

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