Praxiserfahrungen mit der LGB-Zahnstange 1021

Auf einer ca. 8 m langen Strecke mit 7 % Steigung habe ich die neue Zahnstange eingebaut. Darüber möchte ich berichten.

Zunächst überprüfte ich, ob die Gleise einwandfrei verlegt wurden und der Untergrund stabil ist. Und nun ein paar Worte zum Zahnstangenhalter (ZStH) und zur Zahnstange (ZSt). Beide sind aus hochwertigem, wetterfestem Kunststoff. Der ZStH hat einen Schnappverschluß, der nach dem Eindrücken der ZSt zwei Funktionen auslöst: Er klemmt zwischen den Schienen sowohl die ZSt fest als auch sich selbst. Die ZSt-Stücke können aneinandergeklipst werden (eine sehr gute Lösung), so daß wir jede beliebige Länge erhalten. Zum Einbau selbst: Zunächst wählte ich die Stellen auf der Strecke aus, wo ZStH eingebaut werden sollten. Auf geraden Gleisabschnitten geschah das nach jeder 4. und in Gleisbögen nach jeder 3. Schwelle. Es ist darauf zu achten, daß die ZStH nicht an den Verbindungsstellen der ZSt-Stücke zu liegen kommen, denn dort ist die ZSt etwas dicker und auch nicht dort, wo sich Schienenverbinder befinden.

Der Schotter, falls vorhanden, ist sorgfältig zu entfernen, da ZStH und Schwellen auf gleichem Niveau aufliegen müssen.

An den vorgesehenen Stellen legte ich die ZStH zwischen die Schwellen. Durch einen Druck auf die ZStH schnappen diese zwischen die Schienen ein. Die Oberfläche desZStH liegt 3,5 mm unter dem Schienenkopf. Das muß so sein, sonst liefe der Spurkranz des Rades auf und würde das Rad von der Schiene abheben. Als nächstes habe ich Stück für Stück der ZSt zwischen die Klauen der ZStH eingedrückt. Das ist die ganze Arbeit.

Wenn wir jetzt nachmessen, dann liegt der ZStKopf genau 2 mm über dem Schienenkopf. Dieses Maß stellt sich automatisch ein. Der Eingriff des Triebzahnrades in die ZSt ist ideal und der Betrieb störungsfrei. Der anschließende Probelauf verlief zur vollsten Zufriedenheit. Der Einbau der ZSt in eine Neubaustrecke ist noch einfacher, denn das Schotterauskratzen entfällt.

Auf Bergstrecken ist die Zahnradlok unentbehrlich. Aber auch auf Streckenabschnitten, welche etwas zu steil geraten sind, wie bei Brückenauffahrten, kann die Zahnradlok gute Dienste leisten. Der Zugbetrieb mit einer Zahnradlok ist abwechslungsreich und reizvoll. Mit der Lehmann-Zahnradbahn wurde ein alter Wunsch der LGB Freunde erfüllt.

Edwin Herkner

LGB Depesche 59 Sommer, 1988

www.howibahn.de