Tunnel aus Polyester

Im Sommer 1984 haben wir begonnen in unserem Garten eine LGB-Modelleisenbahnanlage aufzubauen. Die Anlage besteht aus einer eingleisigen Strecke mit zwei Endbahnhöfen, einem Zwischenbahnhof und einer Ausweichstelle. Die Strecke überwindet im Endausbau eine Höhe von ca. 280 cm. Zwei Abstellgleise befinden sich im Innern des Hauses, so dass mit den Zügen vom Haus direkt ins Freie gefahren werden kann.

Der untere Teil der Anlage liegt auf dem ebenen Teil vor dem Hause. Anschließend folgt eine Gebirgsbahn mit einer maximalen Steigung von 45 %o in einer Böschung von 67 %. Dieser Teil wird mit Hilfe eines Viaduktes und zweier Kehrtunnel überwunden. In diesem Abschnitt liegt auch eine Ausweichstelle. Der minimale Gleisradius beträgt 120 cm.

Der Unterbau besteht aus Tannenholzbrettern 24 mm, Breite 14 cm. Diese sind auf bis zu 60 cm in den Boden geschlagene Dachlattenpfähle befestigt. Seitlich ist auf dem unteren Teil ein Rasenkantenband und auf der oberen Seite ein Sockelleistenband aus PVC angebracht. Somit kann seitlich mit Rasenziegel und Humus eine Böschung aufgebaut werden, und auf der Höhe des Gleises gibt es einen seitlichen Abschluss zwischen dem Schotterbett und der Bewachsung. Im steilen Gelände sind die Böschungen mit Rasengittersteinen ausgeführt. Die Zwischenräume sind bewachsen.

Bogenbrücke und Viaduktteile sind als vorfabrizierte Elemente aus Beton (Sand- und Zementgemisch) in eine Form gegossen. Als Verstärkung diente ein Drahtgeflecht. Die einzelnen Brückteile sind auf Widerlager versetzt, die auf Frosttiefe fundiert sind. Jedes Brückenteil kann für sich ausgebaut werden.

Für die Tunnel wurde eine Form für 117 cm-lange Tunnelelemente aus Polyester angefertigt. Der rechteckige Querschnitt ist 22 * 30 cm. Die Elemente sind in einem Radius von 120 cm gebogen. Für die Oberleitung ist eine isolierte Messingschiene eingebaut.

Peter Hauswirth

LGB Depesche 61 Frühjahr, 1989

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