Verfeinerte Pendelautomatik

Der Verwendung einer Pendelautomatik erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Leider gibt es dabei einen Schönheitsfehler: Das Anfahren und Abbremsen geht sehr abrupt vor sich. Besonders bei Zahnradbahnen ist das durch nicht vorhandenes Durchdrehen der Antriebsräder beim Beschleunigen sehr ausgeprägt. Wir wollen eine Möglichkeit aufzeigen, vorgenannten Effekt zu verhindern.

Hierzu benötigt man mehrere (die genaue Zahl richtet sich nach dem jeweiligen Einsatzfall) Unterbrechergleise 1015U. Diese versieht man, wie aus der Skizze ersichtlich, mit antiparallel geschalteten Dioden des Typs 1 N4001. Das war's auch schon.

Zur Funktion: Fährt die Lok, von der Einspeisung aus gesehen, über ein derart beschaltetes Unterbrechergleis, sinkt die Fahrspannung um 2 x 0,7 Volt der Schwellspannung von Siliziumdioden. Das heißt, von z.B. 10 Volt Fahrspannung bleiben noch ca. 8,6 Volt, nach Überfahren des 2. Gleises nur noch 7,2 Volt usw.. Es können mehr als die zwei auf jeder Gleisseite eingezeichneten Unterbrechergleise eingesetzt werden. Hier gilt: Je mehr derart beschaltete U-Gleise, umso sanfter der Abbrems- und Beschleunigungsvorgang.

Heinz Koopmann

LGB Depesche 63 3. Ausgabe, 1989

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