Vollautomatischer Wechselzugverkehr mit Handweichen

Bei der abgebildeten Schaltung handelt es sich um eine vollautomatische Einrichtung für Gegenzugbetrieb. Voraussetzung ist allerdings, dass die einmal am Fahrtregler gewählte Fahrtrichtung nicht mehr verändert wird. Eine Fahrtrichtungsumkehr würde zu einem Zugunglück führen.

Die Sache funktioniert so: Man stelle beide Züge, ihrer jeweiligen Fahrtrichtung entsprechend, in das zugehörige Bahnhofsgleis kurz hinter den Schaltkontakt 1700. Die Loks müssen ihn in ihrer Fahrtrichtung schon hinter sich gelassen haben. Nun stellt man am Fahrtregler die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit ein. Eine Lok setzt sich in Bewegung und schaltet nach einer Rundfahrt mittels Gleiskontakt die Weichenschalterkombination 1201/ 1203. Dieses bewirkt eine Umpolung der Fahrspannung am Gleis. Die bislang leitende Diode sperrt, und die andere leitet jetzt den Strom. Dadurch bleibt die Lok, die den Schaltvorgang ausgelöst hat, stehen, und der andere Zug fährt in entgegengesetzter Richtung los, bis er einen erneuten Schaltvorgang auslöst und die Spannungsverhältnisse in den Ursprungszustand zurückversetzt. Ohne äußere Einwirkungen wiederholt sich das Wechselspiel immer von neuem.

Heinz Koopmann

LGB Depesche 64 1. Ausgabe, 1990

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