Eine Freiladerampe für die LGB

Im Güterbahnhof ist neben dem

Schuppen normalerweise auch eine Freiladerampe zu finden. Bei kleineren Bahnhöfen sind Schuppen und Rampe vielfach zu einem Komplex zusammengefügt.

Auf unserer Anlage haben wir eine Rampe gebaut, die sowohl der Autoverladung wie dem Güterumschlag dienen soll. Im Hinblick auf die Ausmaße mussten einige Kompromisse eingegangen werden. Die Verladerampen können beim Vorbild enormen Platz beanspruchen, insbesondere wenn Automobile oder Baumaschinen verladen werden können. Hier gilt es, bei der Modellbahn eine vertretbare Größe zu finden. Die beschriebene Freiladerampe kann sowohl als Kopf- als auch als Seitenrampe genutzt werden. In der Höhe orientiert sich das Maß an der Grundfläche der LGB-Flachwaggons Nr. 4103 + 4059. Dies sieht zwar auf den ersten Blick recht hoch aus (58 mm Höhe = 40 mm über Schienenoberkante), hat aber den Vorteil, dass PKW, LKW oder Baumaschinen den Flachwaggon in einer Ebene verlassen können. Das macht sich sehr gut. An der Straßenseite ist das Areal später dann etwas anzugleichen.

Die angegebenen Maße sollen potentiellen Nachbauinteressenten lediglich als Anhaltspunkt dienen. Selbstverständlich muss solch eine Verladerampe den Gegebenheiten auf der Anlage angepasst werden. Unbedingt sollte man darauf achten, dass die Neigung der Auffahrt optisch stimmt. Beim Bauen nach eigenen Vorstellungen ist bei der Planung zu berücksichtigen, dass die Materialstärke der Kunststoffplatten immer mitgerechnet wird!

Die Rampe ist aus Polystyrolplatten (3 mm) zusammengebaut. Neben den sichtbaren Außenflächen werden zur Stabilisierung einige Polystyrolstreifen unter den Körper geklebt. Die Maße sind den Skizzen bzw. der Materialliste zu entnehmen. An einer Stirnseite ist eine kleine Treppe angebaut. Sie ist ebenfalls aus Polystyrol (2 mm) zusammengebastelt. In der Skizze 3 finden sich nähere Hinweise zum Bau der vierstufigen Treppe, die in dieser Form natürlich auch für andere Gebäude bzw. Aufgänge Verwendung finden kann. Nach Fertigstellung wird das gute Stück mit hellgrauer Dispersionsfarbe angestrichen. Ein Verwittern durch Andeutung von Reifenspuren erhöht den vorbildgerechten Eindruck.

Zum Schluss werden für den Treppenaufgang und an der dortigen Stirnseite ein einfaches Geländer gebaut. Hierzu wird ein 3 mm-Messingstab oder - Rohr entsprechend zurechtgebogen und in die Rampe eingeklebt. Die Höhe beträgt ca. 45 mm. Die Freiladerampe bietet ein recht belebendes Element auf der Anlage und kann zu verschiedenen Fotosujets genutzt werden. Für die kleinen Gäste besitzt sie darüber hinaus auch einen hohen Spielwert.

Bernd Backhaus, Dr. Hans Jürgen Vorsteher

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LGB Depesche 64 1. Ausgabe, 1990

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