Tipps für eine Pendelautomatik

Wie erreiche ich, dass die Lokomotiven beim Betrieb mit der Pendelautomatik 0090 vorbildgetreu abbremsen und beschleunigen?

Um ein vorbildgerechtes Fahrverhalten zu erzielen, genügt es bekanntlich nicht, den Zug vom stromführenden Gleis auf ein abgeschaltetes Gleis fahren zu lassen. Er würde schlagartig stehen bleiben.

Ebenso plötzlich beschleunigt er wieder. Um vor Allem bei Automatikbetrieb dieses unschöne Verhalten auszuschließen, wurde mit Hilfe einiger Bauteile die aufgezeigte automatische Beschleunigungsregelung erdacht.

Hierzu benötigt man vier Gleiskontakte (A-D) 1700 und für die Lokomotive das Gegenstück 1701. Außerdem benötigt man je ein Stück 1201 und 1203 (EPL-Antrieb mit Zusatzschalter) und einen Fahrregler 5007 der neuen Generation. Man erkennt ihn an dem unter dem Drehknopf befindlichen Schriftzug "CONTROL".

Die in dem Schaltbild eingezeichneten Bauteile Potentiometer 50 kOhm und den bipolaren Elektrolytkondensator 1000uF erhält man in einem Elektronikbastelgeschäft.

Die Pendelautomatik funktioniert so, wie in der zugehörigen Anleitung beschrieben. Sie arbeitet unabhängig von der Verzögerungsschaltung.

Die Verzögerungsschaltung besteht aus den vom Fahrzeug bedienten Gleisschaltkontakten A-D. Die Kontakte A und D dienen der Anschaltung der verzögerungsbestimmenden Bauelemente Widerstand und Kondensator B und C deren Abschaltung. Da die Gleiskontakte Momentschalter darstellen, muss zur Speicherung des momentanen Betriebszustands (normale oder langsame Fahrt) eine Kombination aus 1201 und 1203 herangezogen werden.

Die Schaltung wird wie auf der Zeichnung dargestellt verkabelt und an den Fahrregler 5007 (neue Version) angeschlossen. Man beachte, dass die angegebenen Bauteilegrößen von der Gleislage, den verwendeten Fahrzeugen und nicht zuletzt vom eigenem Geschmack abhängig sind. Sie stellen deshalb "nur" erprobte Mittelwerte dar.

Das in der Schaltung eingezeichnete 50 kOhm-Potentiometer muss so eingestellt sein, dass die abgesenkte Fahrspannung zum Betrieb der Pendelautomatik gerade noch ausreicht.

Es sei noch erwähnt, dass der Abstand zwischen A und B sowie zwischen C und D mindestens 10 cm betragen sollte. Die Gleislängen zwischen den Pendelautomatikspezialgleisen und den Gleiskontakten müssen ebenso wie die Gleislänge zwischen den Gleiskontakten B und C so groß sein, dass genügend Beschleunigungsweg zur Verfügung steht. Es werden zwischen den Diodengleisen und den Kontakten A bzw. D etwa 1 m und zwischen den mittleren Gleiskontakten etwa 2 mm minimale Gleislänge benötigt.

Heinz Koopmann

LGB Depesche 65 2. Ausgabe, 1990

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