Übergangswiderstände in Schienenverbindern

Es reizt einen bis zur Weißglut. Erst fährt die Bahn wunderbar, und plötzlich wird der Zug jedesmal an einer bestimmten Stelle langsamer, oder er hält sogar an. Geht man hin oder wackelt ein wenig an Gleis oder Lok, so fährt Alles wieder für ein paar Runden. Was ist geschehen? Übergangswiderstände an Schienenverbindern haben sich eingeschlichen. Um diese gezielt beseitigen zu können, dient folgender Vorschlag, der den Besitz eines Gleichspannungsmessers (am besten eines digitalen) voraussetzt.

Vorbereitend trennt man an einer beliebigen Stelle des Schienenkreises beide Schienen des Gleises auf (1015T). Auf der einen Seite wird der Fahrregler angeschlossen und auf die andere Seite wird eine mit Dampfschornstein versehene Lok mit abgeschaltetem Motor, aber leuchtenden Lampen gestellt. Diese Lok dient als elektrische Last für den Fahrregler. Jetzt kann man, wie abgebildet, an jedem Schienenverbinder messen, ob ein Spannungsabfall vorhanden ist.

Auch eine noch so geringe Spannung deutet auf schlechten Kontakt hin. Man sollte alle schlechten Verbindungen gründlich reinigen und anschließend mit LGB-Graphitfett (5101) behandeln. Danach ist einer Oxydation der Verbinder bestens vorgebeugt.

Dipl.-Ing. Heinz Koopmann

LGB-Depesche 71 2. Ausgabe 1992

www.howibahn.de