Erstmals baute der Genfer Ingeniuer A. Mallet 1886 eine Gelenklokomotive, bei der in einem festen hinteren Rahmen eine Hochdruckdampfmaschine auf ein zweiachsiges Triebwerk wirkte. Der nicht ganz entspannte Dampf wurde über bewegliche Verbinderleitungen in das vordere, bewegliche und ebenfalls zweiachsige Niederdruck-Antriebsgestell geleitet, um die Restkraft des Dampfes möglichst weitgehend auszunutzen. Die Anordnung zweier verbundener Triebwerksgruppen erlaubte es, recht leistungsfähige Loks auch für den Einsatz auf kurvenreichen Strecken zu bauen. Die ersten C'C'-n4v-Tenderloks in Deutschland wurden von der Lokomotivfabrik Orenstein & Koppel im Jahre 1910 für die meterspurige Nordhausen-Wernigeroder-Eisenbahn gebaut, die krümmungs- und kurvenreiche Strecken im Harz zu befahren hat. Leider kann diese Lok im Harz nicht mehr bewundert werden. Als Modellbahnlokomotive hinterläßt sie jedoch einen hervorragenden Eindruck.
 
 
Lokbestand